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Bleibt China die verlängerte Werkbank der Welt?

Raymund Gradt Mag. Raymund Gradt

Wien, April 2012

„Für die nächsten Jahre sicherlich, aber in weiterer Zukunft wird die Bedeutung abnehmen“, weiß Mag. Raymund Gradt, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Shanghai. Und rät allen kostenbewussten Unternehmen, die sich noch bietenden Chancen zu nützen. Allerdings unter Abwägung der Risiken: „Firmen, die wenig oder keine Erfahrung bei Beschaffungen aus China haben, sollten sich professioneller Dienstleister bedienen“.

Die Funktion Chinas als verlängerte Werkbank der Welt wird in Zukunft sicherlich abnehmen, da die Produktionskostensteigerungen, vor allem bedingt durch schnell ansteigende Löhne in der chinesischen Küstenregion (wo sich über 90% der Exportproduktion befindet), kaum mehr aufgefangen werden können.

Die chinesische Regierung übt Druck auf lohnkostenintensive Betriebe aus, in das kostengünstigere Landesinnere zu übersiedeln. Und sie sieht die Zukunft der Küstenregion als Standort für Produktionen mit Mehrwert und Hi-Tech. Im Landesinneren ist jedoch die Infrastruktur, vor allem die Logistikinfrastruktur, noch unzureichend. Die Logistikkosten und Transportzeiten vom Landesinneren zur Küste können höher sein als von der Küste nach Europa.

Es besteht sicherlich eine Gefahr der Abwanderung lohnkostenintensiver Unternehmen in andere Länder wie Indonesien, Indien, Vietnam, Philippinen, Laos oder Kambodscha. Alle lohnkostenintensiven Produktgruppen (wie Textilien, Schuhe, einfache Metallteile oder Elektronikteile) erscheinen hier mittelfristig von der Abwanderung gefährdet.

Der Kluge nutzt also noch die sich bietenden Möglichkeiten!
Und realisiert dadurch noch notwendige Kosteneinsparungen. Auch wenn „bei der Beschaffungen aus China die gleichen Risiken, wie bei Beschaffung in anderen Auslandsmärkten gelten, allerdings in erhöhtem Ausmaß“, weiß der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Shanghai. Suchkosten und Aufwendungen für Lieferantenbetreuung, Kosten zur Minimierung des Währungsrisikos, Preiserhöhung durch ungewollte Nachverhandlung, Kosten durch Lieferverzögerungen sind nur einige davon, wenn ein Unternehmen selbst in China tätig wird.

Deshalb rät der Experte „Firmen, die wenig oder keine Erfahrung bei Beschaffungen aus China haben, sollten sich professioneller Dienstleister bedienen“. Mercurtrade berät Sie mit profundem Know How bei Ihren Beschaffungsfragen gerne. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin!