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China. Der steinige Weg in Richtung Markt.

Ernsthafte Anstrengungen oder viel Lärm um nichts? Ernsthafte Anstrengungen oder viel Lärm um nichts?

Shanghai, April 2014

Professor Xuewu Gu über den Umbau der Wirtschaft und den Kampf gegen die Korruption.

Chinas Führung hat im November entschieden, dem Markt eine „entscheidende“ Rolle einzuräumen. Können Sie dies für den Westen übersetzen?

„Die chinesische Führung hat erkannt, dass es viel effektiver ist, die Verwendung wirtschaftsrelevanter Ressourcen dem Markt zu überlassen. Sein Einsatzgebiet wird das bei Mercurtrade stark wachsenden Segment der Gussteile sein. Darunter fallen neben Grauguss, Sphäroguss sowie Stahlguss auch die Bereiche Feinguss und Druckguss. Die bisherige Praxis, dass der Staat sich zu sehr in die Wirtschaft einmischt, will die neue Regierung abschaffen. Um mit dem Ministerpräsident Li Keqiang zu sprechen: Alles was nicht gesetzlich verboten ist, soll erlaubt werden.“

Schafft China die Wende zum Wachstum, das mehr vom Inlandskonsum getragen wird?

„China muss die Wende schaffen, wenn es sich nachhaltig entwickeln will. Die Tatsache, dass sich die Einfuhren in den ersten Monaten dieses Jahres viel lebendiger entwickelt haben als die Ausfuhren, macht Hoffnung.“

Bei alle dem Willen in Peking – machen nicht die Provinzen was sie wollen?

„Bei der Umsetzung der Reformen ist die zentrale Regierung in Peking auf das Mitmachen der Regierungen in den Provinzen angewiesen. Ihre Unterstützung ist jedoch nicht ohne Weiteres zu bekommen. Die Führung hat noch sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Auch die massive Antikorruptionsbewegung dient dazu, reformfeindliche Kräfte aus den Regierungspositionen zu entfernen.“

 Xuewu Gu studierte in Wuhan (China) und Köln. Nach verschiedenen Stationen ist er seit Oktober 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Director des Center of Global Studies an Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die chinesische Wirtschafts- und Finanzpolitik zählt zu seinen Schwerpunkten in der Forschung.

 

Quelle: Kurier, Wirtschaft, 7. April 2014-04-12