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US-Hühnerfüße ein Renner in China

Wien, April 2011

In China werden jährlich rund 20 Milliarden Hühner für den Verzehr verarbeitet. Das Land gilt damit hinter den USA als weltweit zweitgrößter Hühnerfleisch-Produzent und zeichnet für mehr als ein Fünftel der globalen Produktion verantwortlich. Der durchschnittliche Chinese nimmt pro Jahr zwar nur relativ bescheidene 9 Kilo Huhn zu sich, zeigt sich dabei jedoch wählerisch. Die chinesischen Hühnerfleisch-Liebhaber bevorzugen beim Verzehr die Flügel und Schenkel des Vogels. Für europäische Geschmäcker überraschend ist jedoch die Tatsache, dass in der Volksrepublik auch die Füße von Hühnern als Delikatesse gelten und dementsprechend oft als Gericht auf dem Teller landen.

Die Vorliebe der Chinesen für Hühnerfüße hat sogar Auswirkungen auf Weltregionen, in denen andere Teile des Huhnes höher in der Gunst der Konsumenten stehen. So wünschen etwa Käufer und Restaurantbesucher in den USA, dass die Brust des Vogels möglichst groß sein soll. Diese Präferenz hat zur Folge, dass Hühner in amerikanischen Farmen länger am Leben bleiben, bevor sie geschlachtet werden. Um das aus der längeren Lebensdauer resultierende höhere Gewicht tragen zu können, bilden amerikanische Hühner deshalb größere und somit fleischigere Beine aus, als ihre chinesischen Artverwandten, welche rascher im Topf landen. In Folge hat man in den USA die Bedeutung von Hühnerfüßen als weiteres Standbein für die eigene Wirtschaft zu schätzen gelernt, da die Chinesen für die auf dem US-amerikanischen Markt als Abfallprodukt gehandelten Riesenfüße bis zu 1,60 Euro pro Kilo zu zahlen bereit sind. Die Chancen der chinesischen Hühner, dass die Chinesen sie und ihre Füße zu Gunsten jener ihrer amerikanischen Vettern in Zukunft verschonen werden, stehen indes schlecht. Denn der Appetit der Chinesen auf Geflügel-Füße ist groß und bringt es mit sich, dass Hühner nicht die einzigen sind, die in der Volksrepublik ihre Extremitäten einbüßen müssen. So bilden auch Entenfüße im Reich der Mitte eine gerne gesehene Mahlzeit.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, brät gründlich gewaschene Hühner- (oder Enten-) Füße mit fein gehacktem Knoblauch, chinesischen Gewürzen und etwas Koriander in Öl, fügt 6 Löffel Sojasauce, sowie 3 Löffel Sesamöl, etwas Wein, Zucker sowie Pfeffer hinzu. Nach dem Anbraten wird Wasser hinzu gegeben, bis die Füße von Flüssigkeit zur Gänze bedeckt sind. Das Ganze zugedeckt kochen lassen, bis die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist. Dann für mindestens eine weitere halbe Stunde weiterköcheln lassen, damit die Füße den Sud in sich aufsaugen können. Heiß servieren. Mahlzeit!